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Mittwoch, 6. Juni 2012

Gedanken zur EM...

Mal wieder naht ein großes Turnier und ich muss zugeben, dass ich doch ein wenig Vorfreude empfinde. Vorfreude auf gut strukturierte Abende mit jeweils zwei Fußballspielen. Trotzdem bin ich auch schon wieder angenervt vom "EM-Hype", der zwar (glücklicherweise) noch in den Kinderschuhen steckt, aber wohl spätestens am Samstag, wenn "Schland" dann das erste mal spielt, zur vollen Entfaltung kommen wird. Christof Ruf hat meine Gefühlslage in seinem heute auf Spiegel-Online erschienenen Artikel "Friede der Hütte, Krieg dem Public Viewing" ziemlich treffend zum Ausdruck gebracht.

Da die Liebe der Schwarmfische von Natur aus ziellos ist, wanzt sie sich an alles und jeden ran. Vorausgesetzt, es kostet nichts und man kann in der Masse getarnt schön rumprollen, äh - trollen. Für die Schwarmfische ist Fußball Schweini, Politik Beckmann und das Leben eine Flatrate. Schlimm wird es, wenn die Quartals-Fans auf Fußball-Fans treffen. Im Wort "Fan" steckt "Fanatic", und zu einem ordentlichen Fanatismus gehört schon ein bisschen mehr, als "Schweini" und "Poldi" zu kreischen und zu behaupten, dass beide auf Schalke spielen. Ein hartes Los ist die Ahnungslosigkeit. Richtig schlimm wird sie aber nur, wenn man sich ihrer nicht mehr bewusst sein muss. Zu WM- oder EM-Zeiten meint jeder Erbonkel, jeder Vorgesetzte und jede Brötchenverkäuferin das Recht zu haben, einen mit Fußball vollzuquatschen. 

Falls Ihr im Bekannten- oder Kollegenkreis noch Argumentationshilfen braucht, warum Ihr Euch nicht der allgemein umgreifenden Deutschtümelei hingebt, solltet ihr ggf. einfach auf folgendes Video verweisen.

UGE hat die ganze Situation schon beim CL-Spiel gegen Fenerbahce im November 2005 aufgegriffen. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen: CLUB NOT COUNTRY!

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