
Bildquelle: http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Plagiate
Seit Tagen sind die Plagiate unseres Verteidigungsministers auch Thema bei uns in der Schule. Neben vielen sarkastisch-polemischen Anmerkungen steht dabei vor allem eine Sache im Mittelpunkt: Was sollen eigentlich unsere Schüler denken? So früh wie möglich wird ihnen klar gemacht, dass man bei der Vorbereitung von Referaten etc. nicht "blind" abschreiben soll. Momantan müssen sie allerdings den Eindruck bekommen, dass es sich bei der Erstellung eines Plagiats um einen Kavaliersdelikt handelt. Das kann und darf nicht wahr sein. Ich mag den Politikstil und die mediale Vermarktung von Herrn zu Guttenberg absolut nicht, aber das tut in diesem Zusammenhang auch nichts zur Sache. Jeder Politiker, unabhängig von seiner Partieienzugehörigkeit, ist in einer solchen Spitzenposition Vorbild und muss demzufolge die Konsequenzen aus seinen "nicht bewussten" Taten ziehen. Im übrigen würde mich interessieren wie die Union reagiert hätte, wenn ein solcher Fall im politisch eher linken Lager aufgekommen wäre. Die tagelangen konservativen Wertedebatten wären uns mit ziemlicher Sicherheit schwer auf die Nerven gegangen und das Wort "Rücktritt" wäre von den Herrn Gröhe, Kauder, Seehofer, etc. mit Sicherheit inflationär gebraucht worden. Also es wäre an der Zeit mal parteipolitische Geplänkel und Machtspielchen hinten an zu stellen und sich offen und ehrlich der Frage zu widmen, welches Bild von "menschlichen Fehlern" man den Heranwachsenden in diesem Land mitgeben möchte.
Zuletzt noch ein Verweis auf einen Kommentar aus der Zeit, der für mich den Nagel so ziemlich genau auf den Kopf trifft.
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